Dabei macht der Film stellenweise den Eindruck, als wäre er zunächst durchaus als ernsthafte Verfilmung geplant gewesen, denn die Modellbauten des Riesen-Erdbohreres, sowie dessen Inneneinrichtung, sind sowohl liebevoll detailliert gemacht als auch sehr gut getrickst - doch im Innern der Erde regiert dann wirklich nur noch der schrille Blödsinn. Die Monster im Film, der übrigens auf Motiven des Tarzan Erfinders Edgar Rice Burroghs basiert, sind, wie in Japan, Männer in Gummianzügen - und es wird nicht einen Moment lang versucht, diese Tatsache irgendwie zu kaschieren. Auch das Design der Monster gibt gewaltigen Anlass für Lachtränen! Da kämpfen riesige zweibeinige Gummi-Schweine gegeneinander, treten vierbeinige Saurier mit deutlich angewinkelten Hinterbeinen auf, und lächerlichste Flugechsenwesen hängen an überdeultich sichtbaren Dräthen. Garniert wird das ganze mit herrlich abgefahrenen Saurierschreien, wie sie schriller nicht sein könnten.
Wer keinen Sinn für solchen Mega-Trash hat, dürfte spatestens die Flucht ergreifen, wenn die (natürlich englischsprechenden) Wilden mit ihren bunten Minipli-Lockenperücken auftauchen, oder das Maul einer fleischfressenden Pflanze wie eine Kuhlschranktür auf und zu klappt
Es spricht für die unglaubliche Wandlungsfähingkeit Peter Cushings (und seinen Humor), dass er diesen Blödsinn mitmacht und dabei eine unglaubliche Performance bietet. Doug McClure spielt dagegen wie üblich einfach nur sich selbst, so wie seine Fans es halt von ihm erwarten. Ein optischer Augenschmaus ist natürlich wie immer sexy Caroline Munro, die in ihren knappen Fell-Bikini sogar die Erinnerungen an Raquel Welchs sehr ähnliche Performance ("Eine Million Jahre vor unserer Zeit") sehr schnell verblassen läßt.
So albern und lächerlich der Film auch insgesamt gemacht ist, so hat er doch, neben dem schon erwähnten Erdbohrer, einige erstaunliche Schauwerte zu bieten: Ein Dschungel aus Riesenpflanzen und unterirdische Lavahöhlen beispielsweise. Außerdem hat der Film einen ganz eigenen Look mit seiner bizaren Welt unter einem violetten Himmel. Da hier komplett im Studio produziert wurde, macht die Landschaft auch zu keinem Zeitpunkt einen "britschen" Eindruck, was in der tropischen Welt Capronas noch zuweilen etwas die Atmophäre gestört hatte.
Die Story: Das viktorianische England. Der geniale Wissenschaftler Dr. Perry (Cushing) hat, finanziert von seinem amerikanischen Kompagnon David Innes (McClure), einen Erdbohrer entwickelt, mit dessen Hilfe der Tunnelbau durch Gebirge revolutioniert werden soll. Beim ersten Testlauf geht jedoch etwas schief, der riesige Bohrer gerät von Kurs ab und durchschwimmt schließlich einen unterirdischen See. Als der Bohrer endlich zur Ruhe kommt, trauen Perry und Innes ihren Augen nicht: Sie befinden sich in einer tropischen Dschungelwelt, unter einem fantastischen violetten Himmel. Doch lange können sie sich nicht dem Staunen hingeben, denn plötzlich taucht ein gigantischer, zweibeiniger Riesensaueriervogel auf und jagt sie durch den gewaltigen Pilzwald.
Die beiden Helden werden wenig später von seltsamen menschenähnlichen Wesen gefangengenommen und zusammen mit anderen menschlichen Sklaven (die zum Gück perfekt englisch sprechen
) in eine Stadt im Innern eines Vulkans gebracht. Unterwegs werden sie noch Zeugen des Kampfes zweier gigantischer Wildschweine (allein dieser Kampf der Gummikostüme sollte die Anschaffung der DVD für jeden Trash-Fan zur Pflicht machen).
Bald findet man heraus, dass die Menschen dieser inneren Erde, die von ihren Bewohnern Pellucidar genannt wird, von intelligenten und telepatisch begabtenFlugsauriern, den Mehas, verslavt wurden. Innes, der positive amerikanische Freigeist (ja, damals waren die Amis noch so
), zettelt natürlich alsbald einen Aufstand an und es kommt wie es kommen muß: Wilde Kloppereien, ausbrechende Vulkane, explodierende Monster und... und... und... Und dann gibt es als sehr hübsches optisches Highlight natürlich noch Caroline Munroe im knappen Lederbikini zu bewundern - Herz was willst Du mehr?

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