Wem "Invasion aus dem Innern der Erde" noch zu anspruchsvoll war, liegt hier genau richtig
Wenn zu dem genialen E-Gitarrensoundtrack (Achtung: Ohrwurmgefahr) der Sportwagen der Helden in den Tunnel zur Unterwasserbasis rauscht, er mit dem Fahrstuhl in die Tiefe rast und dann im Fuß des roten Roboters einparkt, weiß der Fan: gleich geht es den außerirdischen Mutanten im großen Stil an den Kragen. Der Start des Robots aus dem gefluteten Unterwasserhangar dürfte auch Raumpatrouille Orion-Fans feuchte Augen bescheren
Unterbrochen werden die Robotprügeleien, die im besten Godzilla-Stil in Szene gesetzt sind, nur ab und an von kurzen "dramatischen" Sequenzen, wenn z.B. die Schergen des Großen Koordinators (ein permanent schlecht gelaunter; goldäugiger Zausel mit hochstehenden Haaren, die je nach Laune die Farbe von indigoblau zu Purpurrot wechseln) Mitglieder des Erdverteidigungs-Teams oder deren Geschwister entführen.
Doch dem Genie des Professors, der das Team um den Magischen Ballermann anführt, ist letztendlich keine außerirdische Macht gewachsen - auch wenn das Roboterprügeln gern noch einige Fortsetzungen lang hätte weitergehen können
Die Story: Im Bermudadreieck verschwinden seit Jahrzehnten immer wieder Schiffe und Flugzeuge spurlos. Doch vor Jahren wurde ein Kind Zeuge der Ereignisse: Ein riesiger außerirdischer Roboter versenkte Kais Schiff und tötete dabei seine Eltern. Jahre später ist endlich die Zeit der Rache gekommen, denn Kai ist nunmehr Pilot des Magischen Ballermanns, eines unüberwindlichen Roboters aus rotem Titan. Unterstützt wird Kai von zwei Piloten und einer Pilotin, die mit schwerbewaffneten Kampfjets den Robotern die Hölle heiß machen sollen (in reality aber nur als Kanonenfutter dienen dürfen
). Von der unterseeischen Basis aus, zieht der Magische Ballermann immer wieder in den Kampf und bringt den Invasoren empfindliche Verluste bei. Doch als es den Schergen des Großen Koordinators gelingt, den Professor in ihre Gewalt zu bringen, ist es mit dem Siegen schnell vorbei... denn die Aliens aus dem Loch im All erpressen das Geheimnis der Titanherstellung und lassen schier unzerstörbare Robotmonster auf Kais Roten Riesen los.
Die Entstehungsgeschichte von "Roboter der Sterne" ist übrigens bis heute ziemlich rätselhaft. Der Film basiert eindeutig auf der japanischen TV-Serie "Super Robot Mach Baron" und übernimmt auch die Spezialeffekte aus dieser. Alle Schauspielszenen sind aber mit neuen Darstellern gedreht, möglicherweise in Taiwan, wo auch die Kamen Rider-Kinofilme "Krieg der Infras" und "Frankensteins Kung Fu Monster" gedreht worden sein dürften. Roboter der Sterne ist jedenfalls hundertprozentig kein bloßer Zusammenschnitt der Fernsehserie. In Spanien wurde der Film übrigens als Realverfilmung der Anime-Serie "Mazinger-Z" vertrieben und zog sogar eine kurzlebige Comicserie nach sich.
Roboter der Sterne ist liebevoll-abgefahrener, quietschbunter Megatrash, wie es ihn so nur einmal gibt, und positioniert sich in einer Linie auf dem Podest der abgefahrensten Partyfilme mit "Invasion aus dem Innern der Erde". Wer Sinn für Blödsinn hat, und zur Abwechslung mal nicht irgendwelche mutierten Riesensaurier sich kloppen sehen will, sollte sich die DVD schleunigstens zulegen!
Die neue DVD-Version
Den Fans des Magischen Ballermanns hat CMV nun ein ganz besonders schönes Geschenk gemacht, denn man hat für das kürzlich erschienere neue Release tatsächlich eine schöne alte Kino-Kopie abgetastet - und der Film sieht nun endlich wieder so aus, wie er aussehen sollte: Wie früher im Kino!
Werbeslogans:
| • | Sie kamen aus dem Loch im All! |