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Deutschland:
DVD (1.85:1, anamorph)
Qualität:

USA:
DVD (1.85:1)
Qualität:

Soundtrack:


Italienischer Soundtrack
Qualität:
(Der großartige Soundtrack liegt im Gegensatz zum Mono-Film-Ton in echtem Stereo vor!)


Memorabilia-Kuriosa:


Die 16-minütige Super8-Kurzfassung in exzellenter Qualität. Der Film macht in der rasant geschnittenen Kurzfassung extrem viel Spaß. Leider fehlt die Sequenz mit dem Alien- Raumschiff. 

Weitere Infos:


•  B-Movies

Sense of View

Vampire World

Horror Wood (englisch)

SciFilm (englisch)

Kongulas Pranke
Planet der Vampire
Terrore nello Spazio
Italien/Spanien 1965 - Regie: Mario Bava
Musik: Gino Marinuzzi Jr.
Bildformat: 1,85:1 (Farbe)
Mario Bavas Weltraum-Trip... vom Geheimtipp zum Kult-Klassiker! Jahrzehntelang fristete eine der faszinierendsten Space Operas unverdient ein Schattendasein... Der Titel weckte aber auch in mir zunächst Assoziationen von Graf Dracula und seinen Vasallen, die in weiten Umhängen durch billigste Planetenkulissen geistern, um ihre Fangzähne in die Hälse der Raumfahrer zu schlagen... Zum Glück ist "Planet der Vampire" von derart trashigen Szenarien aber Lichtjahre entfernt!

Es soll ja auch noch immer Leute geben, die meinen, der Plot von "Alien" wäre seinerzeit neu oder gar besonders originell gewesen. So großartig dieser Film auch für sich ist, so offensichtlich ist er doch zu großen Teilen ein Quasi-Remake von "Planet der Vampire", garniert mit Versatzstücken des SciFi-Heulers "It - The Terror from beyond Space": Vom geheimnisvollen Signal, welches das Raumschiff auf den unwirtlichen Planeten lockt, über das sich langsam steigernde Grauen bis hin zu der Entdeckung des außerirdischen Raumschiffs mit seiner Besatzung riesiger Skelette, ist alles vertreten.

Mario Bava ist zweifellos ein Ausnahme-Regisseure der, trotz geringster Budgets, insbesondere dem Horror-Genre einige seiner eindruckvollsten Beiträge widmete. Bavas unvergleichliche Stärke war seine Erfahrung und sein großes Talent als Kameramann. So gelang es ihm beispielsweise, mittels äußerst raffinierter Spiegeltricks, Szenerien auf die Leinwand zu bannen, wie man sie sonst in fast keinem Film zu sehen bekommen konnte. Viel mehr als ein kleines Studio, teildurchlässige Spiegel, ein paar billige Kulissen, eine Nebelmaschine und farbige Scheinwerfer benötigte er nicht, um den Zuschauer auf nahezu perfekte Weise in fremde Welten zu entführen.

Die Atmosphäre des fremden Planeten Aura ist unglaublich gut gelungen - hinter all den Nebeln und Schatten scheint wirklich überall das Grauen zu lauern; und der Schrecken der Raumfahrer überträgt sich schleichend mehr und mehr auch auf den Zuschauer. Zugute kommt dem Film dabei auch seine durchgehend Ernsthaftigkeit; hier gibt es keine lockeren Sprüche oder augenzwinkernde Sequenzen - alles ist von einer Atmosphäre ständiger Bedrohung und Angst geprägt. Die ganze Stimmung des alles erdrückenden Grauens wird weiter vertärkt durch die Bewegungen der Schauspieler, die zeitweilig wie unter einer erhöhten Schwerkraft oder am Rande der Erschöpung zu agieren scheinen. Dazu kommt noch der kongeniale elektronische Score vom Gino Marinuzzi jr., der - teils kaum wahrnehmbar - durch seine blubbernden und sirrenden Töne direkt auf das Unterbewußtsein des Zuschauers einwirkt. Selten hat ein Soundtrack sich so ganz und gar der visuellen Stimmung des Films angenähert wie dieser; von einer Film-"Musik" ist dabei großteils kaum zu sprechen, eher von einer akustischen Untermalung, die perfekt auf Bavas unheimliche Bilder abgestimmt ist. Absolut einmalig sind auch die wunderschönenen Kulissen des völlig verwitterten Alienschiffs und die 3-Meter-grossen Skelette der toten Besatzung - mit diesen Bildern haben sich die Ausstatter in der Tat selbst übertroffen.

Eines jedenfalls steht für mich fest: "Planet der Vampire" ist auch gerade deshalb ein solch unvergleichliches filmisches Juwel, weil Bava alles auf die bestmögliche Weise realisiert hat und gar nicht erst versuchte, etwas auf die Leinwand zu bringen, was nicht funktionieren konnte. Sein Film gehört zu den schönsten je gedrehten Space Operas und ist dank seines großartigen audiovisuellen Designs auch wesentlich zeitloser als die meisten "alten Klassiker".

Die Story: Seltsame Funksignale sind der Anlass für eine Weltraumexpedition zum unwirtlichen fremden Planeten Aura. Als das Raumschiff Galliott zur Landung auf der fremden Welt ansetzt, bricht plötzlich der Funkkontakt ab; ebenso verstummen die Signale, die von dem Planeten ausgingen. Captain Mark Markary beschließt ebenfalls zu landen, um herauszufinden was mit der Galliott geschehen ist. Doch kaum hat die Argos die äußeren Schichten der Atmosphäre erreicht, als die Schwerkraft im Schiff rasant ansteigt und die Besatzungsmitglieder ohnmächtig zusammenbrechen - einzig Markary ist der Belastung gewachsen und kann das Schiff sicher zur Landung bringen. Dda stürzen sich plötzlich die übrigen Besatzungsmitglieder wie besessen auf ihren Kommandanten. Wundersamer weise sind die Personen, die er niederschlägt im gleichen Moment von dem fremden Bann befreit und unterstützen Markary im Kampf gegen die übrigen, vom Wahn befallenen. Langsam wird den Leuten der Argos klar, dass eine fremde Macht die Schffe auf den Planeten gelockt und versucht hat, sich der Körper der Raumfahrer zu bemächtigen. Kurz darauf empfängt man einen verzweifelten Notruf von der Galliott!

Als man die Galliott schließlich ereicht, findet man ein Schiff voller Leichen, die sich anscheinend selbst umgebracht haben! Der Meteorrejektor des Schiffe ist zerstört, die Galliott damit nur noch ein flugunfähiges Wrack. Da keine Hoffnung mehr für die Besatzung der Galliott besteht, will Markary den Todesplaneten so schnell wie möglich verlassen; zumal die Aura sich schnell weiterbewegt und eine Rückkehr zum Heimatplaneten schon in wenigen Tagen unmöglich wäre. Da aber die Energiereserven der Argos durch die Landung erschöpft sind, bleibt den Raumfahrern nichts anderes übrig, als weitere Tage auf dem unheimlichen Planeten zu verweilen, während die Batterien sich langsam wieder füllen. Die Toten sind schnell begraben, doch Normalität stellt sich nicht ein, denn immer wieder kommt es zu unheimlichen Vorfällen, verschwinden Besatzungsmitglieder spurlos und berichten andere geschockt, die toten Raumfahrer gesehen zu haben - als lebende Tote! Geisterhafte Licht-Erscheinungen tauchen zwischen den Felsen auf und lassen klagende Laute ertönen. Am schlimmsten jedoch wiegt die Tatsache, dass auch schlafende Menschen unter den fremden Bann geraten - wer das Bewußtsein verliert, wird zum Sklaven einer unbekannten Macht!

Als man das Wrack eines fremden Raumschiffes entdeckt, dessen riesenhafte, skelettierte Besatzung schon seit Jahrhunderten dort liegen muß, wird klar, dass die Argos und die Galliott nicht die ersten Raumschiffe waren, die von dem Signal auf den Planeten gelockt wurden um hier den Tod zu finden. Unvermutet tauchen aus den Nebeln die ausgemergelten Körper von Sallas, dem Kommandanten der Galliot, und Besatzungsmitlied Keir auf und Markary schickt die beiden völlig erschöpften in eine Kabine um sich auszuschlafen. Doch in der Nacht zeigen beide ihr wahres Gesicht: Keir stiehlt den Meteor-Rejektor und bringt ihn zur Galliott, während Sallas den geschockten Leuten von der Galliott offenbart, dass Aura von den Seelen eines längst ausgestorbenen Volkes bewohnt wird. Dieses Volk will sich der Körper der Menschen bemächtigen und mit den Raumschiffen deren Heimatplaneten erreichen. Marakary ist jedoch unter keinen Umständen bereit, sein Volk versklaven zu lassen. Die letzten verbleibenden Besatzungsmitglieder der Argos begeben sich zur Galliott, um den Meteor-Rejektor zurückzuholen und das Totenschiff zu sprengen. Eine Handvoll freier Menschen stellt sich der Übermacht der lebenden Toten...

Bleibt mir nur für diese DVD die hundertprozentige Kaudfempfehlung auszusprechen, zumal auch der Preis sehr fair ist. Ein paar zusätzliche Extras wären natürlich sehr schön gewesen, aber letztendlich ist es ja der Film der zählt - und dieser hätte wohl kaum besser auf die kleine Silberscheibe gebannt werden können. "Planet der Vampire" ist ein SF-Klassiker, den (wieder) zu entdecken und genießen sich wirklich lohnt. 

Die deutsche DVD ist eine Offenbarung und übertrifft dank anamorphen Formats und PAL-Auflösung sogar noch die bereits sehr gute US-DVD. Es handelt sich um die von der MGM aufwendig restaurierte Fassung. Der Ton liegt deutsch und englisch vor.

Sehr viel mehr zu diesem großartigen Film, seiner Produktion und Restauration, sowie der hervorragenden DVD gibt es in der Ausgabe 26 des PRANKE-Magazins zu lesen. Erhältlich ist dieses wohl beste deutschsprachige Monster- und SciFi-Magazin unter

www.pranke-magazin.de
Darsteller:
Barry Sullivan (Mark Markary), Norma Bengell (Sanya), Angel Aranda (Wess), Evi Marandi (Tiona), Stelio Candelli (Brad), Franco Andrei (Garr), Fernando Villena (Dr. Karan)

Werbeslogans:
• Grauenvolle Geschehnisse in einer fremden Welt
• Ein Schocker der Superlative

 

Auswahl

Battle of the Worlds

Der große Krieg der Planeten

Dämonen aus dem All

ORION 3000 - Raumfahrt des Grauens

Raumschiff Alpha

Tödliche Nebel

Journey to the seventh Planet

Monster aus dem All

Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall

Phantom7000 - Weltraumbestien

Roboter der Sterne

Star Crash - Sterne im Duell

U 2000 - Tauchfahrt des Grauens

Weltraumschiff MR-1 gibt keine Antwort