Dieser unglaublicher Monster-Trash ist so unfassbar und herrlich dämlich, dass man ihn sehen muß, um es wirklich zu glauben! Ein gigantisches Mostrum aus dem Weltall, das aussieht wie ein betrunkenes graugrünes, grupftes Huhn mit Antennen auf dem Kopf, taumelt wie betrunken herum und zerlegt japanische Modell-Städte! Dabei verwandelt es sich von Zeit zu Zeit in eine glühende Riesenkugel, um größere Distanzen überbrücken zu können. Derart gutgelaunten Blödsinn sieht man wirklich selten - naiv buntes Riesenmonster-Kino in seiner abgefahrensten Form.
Dabei vermischt der Streifen auch noch gutes altes Riesenmonster-Kino mit einem richtig schönen Weltraumfilm - Herz was willst Du mehr
Die Story:Das Raumschiff AB-Gamma stößt im Asteroidengürtel jenseits des Mars nicht nur auf ein UFO (das aussieht wie ein Kirschkuchen), sondern bringt auch eine seltsame Substanz mit zurück zur Erde. Aus dieser entwickelt sich in der bekanntlich (zumindest bei Monstern) wachstumsfördernden japanischen Landluft recht schnell ein Wolkenkratzer-großes grünes außerirdisches Suppenhuhn mit Antennen auf dem Kopf und der Gabe, sich in eine rote Feuerkugel zu verwandeln. Der außerirdische Broiler ist ausgesprochen angesäuert und verwüstet erstmal halb Japan - sehr zur Freude des geneigten Zuschauers.
Schließlich kommt man zu dem Schluß, dass das, was Guilala (das zweite La war dem Plakatbastler wohl zu melodisch) im Weltall immobilisierte, ihn auch auf der Erde bändigen könnte. Flugs sammelt man im All noch etwas von der Substanz ein, die sein winziges Ei einst umhüllt hatte und schäumt ihn damit ordentlich ein. Und das wars dann.
Schon der Vorspann macht deutlich: Hier wird es schräg! Ein Männerchor trällert ein lustiges Liedchen, während die Raumschiffe hübsch qualmend durch das blaue All schaukeln! Danach lernt man ein lustiges Team von Astronauten in den stilechten silbernen Raumanzügen kennen, dass sich zum Mars aufmacht. Und natürlich darf auch die scharfe Blondine an Bord nicht fehlen

Könnte man den Film in diesen Momenten Momenten vielleicht noch ernst nehmen, so ändert sich das spätestens, wenn das erste UFO auftaucht - das sieht nämlich (ungelogen) aus wie ein pulsierend leuchtender Apfelkuchen!

Die Produktionsfirma hat wirklich alles versucht, um die Monsterfilme der Toho zu übertrumpfen - und ist dabei so grandios gescheitert, dass es eine wahre Freude ist. Wenn das wild quiekende Weltraumhuhn sich gegen die Starfighter-Modelle verteidigt, ist im Kinosaal pure Party angesagt! Ganz zu schweigen von der skurrilen Verfolgungsjagt, in der Guliala einem Jeep mit radioaktivem Treibstoff hinterhertappst.

Dabei hat der Film auch noch ein enormes Tempo und leistet sich keine Durchhänger, ist also der ideale Kandidat für eine herrlich abgedrehte Trash-Party! Mein absoluter Top-Favorit unter den Kaiju-Streifen! Bleibt zu hoffen, dass er endlich als vernünftige DVD auch hierzulande erscheint.