Die Story: Seit der bedauernswerte Glen Manning von Staudamm geschossen wurde, hielt man ihn für tot. Als seine Schwester Joyce im Fernsehen einen Beitrag über das rätselhafte Verschwinden von Lebensmittellastern in Mexiko sieht, hat sie sofort den Verdacht, dass ihr verschollener Bruder damit in Zusammenhang steht und fährt zum Ort der Geschehnisse. Leider steht der einzige Zeuge der Vorgänge unter Schock und kann nicht sprechen. Doch als man den Spuren des letzten Lasters folgt, wird tatsächlich ein gigantischer Fußabdruck gefunden: Glen Manning lebt! Außer sich vor Feude darüber dass Ihr Bruder nicht tot ist, schließt sich Joyce einer Suchexpedition an, die den Giganten tatsichlich in den Bergen findet. Doch der Schock ist gewaltig: Mannings rechte Gesichtshälfte ist durch den Sturz völlig entstellt, die nackte dunkle Augenhöhle ragt aus dem vernarbten Fleisch und nacktem Knochen die einmal sein Gesicht waren, hervor (ein für jene Zeit außergewöhnlich gelungenes und schockierendes Makeup)! Der Gigant hat endgültig jede Menschlichkeit verloren und kann nur noch grunzen. Schließlich gelingt es, Mannig mit präparierten Lebensmitteln in Tiefschlaf zu versetzen und nach Amerika zurückzufliegen, wo man ihn in einer Flugzeughalle mit schweren Ketten fesselt.
Dort versucht man nun Mannings Erinnerungen zurückzuholen, was jedoch offenbar nicht gelingt. In Rückblenden werden an dieser Stelle noch einmal die Höhepunkte des ersten Films gezeigt, wenn die Bilder für kurze Augenblicke in Mannings derangiertem Gehirn auftauchen. Natürlich gelingt es dem Monstrum schließlich sich zu befreien und weiterzuwüten. Nachdem Manning den Flughafen verwüstet hat, flüchtet er des Nachts, verfolgt von Polizei und Militär, zum Observatorium der Stadt, wo er einen mit Kindern besetzten Bus in seine Gewalt bringt. Da man befürchtet die Kinder zu verletzten, kann das Militär nicht angreifen. Man ist machtlos bis es seiner Schwester Joyce gelingt, die Erinnerungen in seinem kranken Hirn doch noch zu wecken. Als Manning erkennt, zu was er geworden ist, setzt er den Bus ab, krächzt Joyce' Namen und wählt dann den Freitod durch den Griff in eine Hochspannungsleitung (diese Szene ist als nette Überraschung übrigens in Farbe!). Ein großer Vorteil dieses Films ist übrigens dass er sich nicht wie so viele andere Billigproduktionen jener Zeit mit endlosen Gesprächen aufhält, bevor man gegen Ende endlich das Monster sieht. Zudem sind die Spezial Effekte teils deutlich besser gelungen, als beim Vorgänger und mit nur 62 Minuten Lauflänge ist er dazu noch so erfrischend kurz, dass man ihn auch gern des öfteren genießt. Der Film bietet im Grunde auch noch zwei zum Preis von einem, da er in Form von Erinnerungssequenzen fast alle gelungenen Szenen von 'Der Koloß' recycelt. Durch das entstellende Makeup fällt auch nicht weiter auf, dass der Koloss in dieser Fortsetzung von einem anderen Darsteller verkörpert wird
Im übrigen spricht sehr viel dafür, dass ein Großteil des Humors in diesem Film (den man selbstredend erst als Erwachsener wirklich als solchen erkennt) durchaus nicht unbeabsichtigt war; das Drehbuch des Films trägt zum Teil eindeutig satirische Züge, etwa wenn Joyce durch die Meldung über ein paar verschwundene Lastwagen sofort folgert, ihr Bruder könnte dahinterstecken. Oder wenn die Regierungsstellen sich gegenseitig die Verantwortung für Manning zuschanzen wollen, weil in ihren Richtlinien nichts über den Umgang mit 20 Meter großen Riesen steht.
Aber wie auch immer er seinerzeit gemeint war, kaum ein Film bietet soviel Monsteraction, herrlich gräßliche Makeup-Effekte, dramatisch-bombastische Musik und Spannung mit wenig Füll-Geschwafel. Ein wahres Fest für jeden Trash-Fan!
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